Zwischen Ikone und Moderne: Stadtmalerei im Rathaus
12.12.2025 bis 08.02.2026
Helmut Frelke fängt in seinen Stadtlandschaften den Puls moderner Urbanität ein -in kräftigen Farben und dynamischen Formen verbindet er Abstraktion mit einer unverkennbaren Stimmung, die das Leben der Städte widerspiegelt. Seine Ölgemälde auf Leinwand lassen den Betrachter in eine Atmosphäre eintauchen, in der Licht und Schatten miteinander tanzen und bekannte Stadtszenen neu interpretieren. Frelkes Werke bewegen sich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst und traditioneller Landschaftsmalerei und schaffen so ein einzigartiges visuelles Erlebnis für Liebhaber urbaner Motive.
Die Ausstellung im Rathaus Dallgow-Döberitz zeigt bis zum 8. Februar 2026 eine Auswahl seiner Stadtmalerei – Werke, die zwischen Kunst und Meditation stehen. Ihre Wirkung entfaltet sich still, aber tief: Das Auge folgt den Linien des Holzes, und plötzlich verwandeln sie sich in Landschaften, Gesichter, Gesten.
Die Stadtmalerei von Helmut Frelke zeigt Berlin – insbesondere Spandau – als lebendigen, zugleich zeitlosen Stadtraum, der zwischen Alltagsszene und fast ikonischer Ruhe schwebt. Seine Bilder verbinden sorgfältig beobachtete Architektur mit einer klaren, erzählerischen Bildsprache, die den Betrachter in die Atmosphäre der Stadt hineinzieht.
Frelkes Stadtansichten kreisen um Plätze, Straßen und Gebäude, die nicht nur wiedererkennbar, sondern auch emotional aufgeladen erscheinen. Die Stadt wird nicht als Kulisse, sondern als Lebensraum dargestellt, in dem Licht, Wetter und Tageszeit eine eigenständige Rolle spielen.
Häufig gelingt es ihm, belebte urbane Szenen mit einer fast meditativen Stille zu verbinden. So entsteht ein Eindruck von „innerem Porträt“ der Stadt, in dem Geschichte, Gegenwart und persönliche Erinnerung miteinander verschmelzen.
In der Stadtmalerei arbeitet Frelke überwiegend mit Öl auf Leinwand, wobei klare Kompositionen und ein bewusster Umgang mit Perspektive dominieren. Die Farbigkeit ist ausgewogen: kräftige Akzente treffen auf gedämpfte Töne, was den Stadträumen eine zugleich moderne und zeitlose Wirkung verleiht. Architektonische Details – Fassaden, Turmsilhouetten, Plätze – werden sorgfältig herausgearbeitet, ohne in rein dokumentarische Genauigkeit zu verfallen. Dadurch behalten die Bilder immer eine leichte Abstraktion, die Raum für eigene Deutungen lässt.
Copyright: Helmut Frelke
Ein Schwerpunkt seiner Stadtmalerei liegt auf Berlin-Spandau, wo der Künstler seit vielen Jahren lebt und arbeitet. Serien zu Altstadt, Plätzen und charakteristischen Bauwerken machen die besondere Atmosphäre dieses Stadtteils sichtbar – zwischen historischer Substanz und heutiger Urbanität.
Gerade in diesen Arbeiten zeigt sich Frelkes Nähe zur lokalen Architektur und Geschichte: Motive wie enge Gassen, Kirchen und Plätze werden zu Bildzeichen einer Stadt, die sich immer wieder neu erfindet.
Die Stadtmalerei steht in engem Zusammenhang mit Frelkes übrigen Werkgruppen, etwa der Holzmalerei und den biblischen Zyklen, in denen ebenfalls eine klare, erzählende Struktur und eine starke Raumauffassung zu erkennen sind. Seine Ausbildung als Bühnenbildner prägt auch die Stadtdarstellungen: Räume werden wie Bühnen komponiert, in denen Licht und Architektur die Hauptrolle spielen.
So fügt sich die Stadtmalerei organisch in ein Gesamtwerk ein, das zwischen Tradition und Moderne vermittelt und der Stadt ein eigenständiges, künstlerisch verdichtetes Gesicht gibt.
Ausstellung "Helmut Frelke" im Rathaus Dallgow-Döberitz
12. Dezember 2025 - 8. Februar 2026
Besichtigung während der Öffnungszeiten des Rathauses
Weitere Informationen und Werke unter www.helmut-frelke.de
Veranstaltungsort
Rathaus Dallgow-Döberitz, Wilmsstraße 41, 14624 Dallgow-Döberitz
Veranstalter
Helmut Frelke / Gemeinde Dallgow-Döberitz
