Fast vergessen schlummert seit Jahrzehnten der Stumpf des Wasserturms hinter dem Rathaus. 1910 wurde mit dem Bau begonnen um die Villenkolonie Neu-Döberitz mit Wasser zu versorgen. Im September 1913 wurde der 54,60 m hohe Wasserturm in Betrieb genommen. Nach Anschluss an das Staakener Wassernetz wenige Jahre später verlor er seinen Zweck. Der Turm diente dann als Aussichtsturm und beherbergte mehrere Abteilungen der Heimatsammlung. 1939 wurde er aus Gründen der Flugsicherheit bis auf ca. 6 m abgetragen.
Mitglieder der IG Geschichte Dallgow-Döberitz e.V. und einige Helfer räumten am 28. Juni den, Richtung Wilmsstraße gelegenen, früheren Eingangsbereich frei von Müll und kleinerem Bewuchs und machten ihn nun für Passanten wieder sichtbar.
Zum Sommerfest am 05. Juli informierten die Mitglieder des Geschichtsvereins an ihrem Stand Interessierte u.a. über den Wasserturm und ihre Pläne. Eine sehr arbeits- und geldaufwändige Zukunftsvision ist ein Museum im evtl. aufgestockten Stumpf. Als nächstes soll der zugemauerte Eingang geöffnet und der Bau wieder begehbar gemacht werden. So kann die Bausubstanz geprüft und weiter geplant werden.
Aktuell wird Geld für eine Bautür und deren Einbau gesammelt um nach der Öffnung die Baustelle zu sichern. Gerne können Sie das Vorhaben mit einer Spende unterstützen – jeder Betrag zählt! Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden.