Zum 64. Jahrestag des Berliner Mauerbaus haben der Landtag Brandenburg, die Landesregierung, die Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur sowie die in diesem Jahr gastgebende ehemalige Grenzgemeinde Dallgow-Döberitz gemeinsam der Opfer der deutschen Teilung und des DDR-Grenzregimes gedacht. Der zentrale Gedenkakt fand am 14.08.2025 im Ortsteil Seeburg statt.
Landtagspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Liedtke hielt dabei die Hauptrede und machte deutlich, wie wichtig das Erinnern ist: „Auch 64 Jahre nach Errichtung der Berliner Mauer dürfen wir kein Opfer vergessen. Ihr Tod war sinnlos – in einer Zeit, die aus heutiger Sicht kaum noch zu begreifen ist. Der Fall der Mauer brachte unendliche Chancen für Ost wie West – Brücken statt Trennlinien. Wir müssen den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, damit Spaltung in unserem Land keine Chance hat.“
Ein bewegender Höhepunkt der Feier war die Enthüllung eines Gedenksteins für Wladimir Odinzow, der als 140. Mensch an der Berliner Mauer starb. Der Stein wurde in der Nähe seines Todesortes aufgestellt. Die Landesbeauftragte Dr. Maria Nooke würdigte ihn, indem sie seine Lebensgeschichte vorstellte und an sein Schicksal erinnerte.
Im Anschluss legten der stellvertretende Ministerpräsident sowie Minister der Finanzen und für Europa, Robert Crumbach, gemeinsam mit Ulrike Liedtke, Dr. Maria Nooke, dem Bürgermeister der Gemeinde Dallgow-Döberitz, Sven Richter, und dem Seeburger Ortsvorsteher Harald Wunderlich Kränze nieder. Für einen würdevollen musikalischen Rahmen sorgte das Posaunentrio der Musik- und Kunstschule Havelland.